Waste Free Oceans

Contributing to Waste Free Oceans

Eine der größten Bedrohungen unserer wertvollen Ressource Wasser sind wir Menschen selbst. Denn wir sind es, die jährlich laut NABU (Naturschutzbund Deutschland) bis zu 10 Millionen Tonnen Abfälle in unseren Gewässern abladen. Geschätzte 8 Millionen Tonnen davon sind Plastikmüll, der häufig bis zu 600 Jahre benötigt, um sich zu zersetzen. Laut UNEP treiben so je Quadratkilometer bis zu 18.000 Plastikteile auf der Meeresoberfläche. Der Müll kostet dabei jährlich bis zu 100.000 Meeressäugern und einer Million Meeresvögeln das Leben. Hinzu kommen, die für das Auge fast unerkennbar winzigen, Mikroplastik-Partikel. Kleine Kunststoff-Teilchen die beispielsweise über konventionelle Kosmetikartikel nicht nur in unseren eigenen Körper, sondern auch in den Wasserkreislauf gelangen.

 

Meet our new GOOD WATER PROJECTS project

Zeit, etwas zu verändern: Im Zuge der Erweiterung unserer neuen Waterless-Stückproduktlinie, ohne Wasser als Inhaltsstoff, engagieren wir uns in Zusammenarbeit mit der NGO „Waste Free Oceans“ für eine smarte, kreislaufwirtschaftliche Säuberung der Ozeane – frei nach dem „Waste-to-Value“-Prinzip. Denn die 2011 gegründete NGO hat es sich zum Ziel gemacht, Partnerschaften mit Unternehmen und Industrien einzugehen, um Plastik aus den Weltmeeren und Flüssen zu beseitigen und wiederzuverwerten. So trägt die Organisation einerseits zur Reduzierung der Abfallmenge bei und fördert zugleich den Ausbau einer weltweiten Kreislaufwirtschaft. Aktiv ist „Waste Free Oceans“ dabei weltweit – von Asien über Europa bis hin zur Karibik und dem amerikanischen Raum.

 

Catching Trash

Die NGO nutzt dabei die bestehenden Ressourcen, die täglich im Wasser aktiv sind: Fischerboote. Mit einem speziellen Schleppnetz, das an regulären Fischerbooten befestigt wird – „Trash Catcher“ genannt – werden automatisch bei jeder Fahrt zwischen 2 und 8 Tonnen Plastikmüll von der Wasseroberfläche eingefangen. Fokus sind dabei insbesondere alte Fischernetze, da diese aufgrund ihres hochwertigen Grundmaterials besonders gut als neuer Wertstoff eingesetzt werden können. Um keine Gefahr für Meereslebewesen darzustellen, wurde in der Entwicklung der grobmaschigen Netze darauf geachtet, dass diese nur 70cm tief in das Wasser ragen, um nur an der Oberfläche schwimmende Plastikbehältnisse einzufangen. Aktuell sind die gemeinsam finanzierten Catcher überwiegend in Europa im Einsatz, mit besonderem Fokus auf den Mittelmeerraum und die Donau-Region rund um Bulgarien und Rumänien.

 

Making value instead of waste

Gemeinsam mit verschiedenen Recycling-Partnern der Industrie sorgt die NGO dafür, dass der gesammelte Plastikmüll im Anschluss sortiert, gereinigt und in verschiedenen Polymer-Typen unterteilt wird. Das hochwertige PET wird gesammelt, während der restliche „Fang“ ordnungsgemäß entsorgt wird. Das einbehaltene Plastik wird im Anschluss an Recycling-Partner gesendet, die diesen in kleinere Pellets zusammenschmelzt. Je nach Bedarf und Nutzung werden die Pellets mit anderen Polymeren kombiniert, um so ein neues, stabiles und qualitativ hochwertiges Neuprodukt kreieren zu können. In der Vergangenheit konnte das NGO bereits mit Partnern wie Ecover und Henkel spezielle Ocean-Plastik-Produkte kreieren.

  

What’s next?

Unsere Zusammenarbeit mit „Waste Free Oceans“ startet zum Weltwassertag 2019 mit der Finanzierung der ersten „Trash Catcher“-Einsätze in Europa. Finanziert wird das Projekt dabei in Teilen von unseren Verkaufserlösen aus unserer limitierten Waterless Face & Body Wash Bar sowie unseres Kampagnen-T-Shirts. Ein Ausbau der Partnerschaft im Laufe des Jahres sowie die gemeinsame Kreation eines Ocean-Plastik-Produktes sind in Planung.

 

Biodegradability of Ocean Plastics

600 Jahre für ein Fischernetz, 200 Jahre für eine Aluminium-Dose und bis zu 10 Jahre für einen einzigen Zigarettenstummel – laut NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) benötigen unsere Abfälle häufig hunderte an Jahren um vollständig abgebaut zu werden. Zugleich steigen Kunststoffproduktion und Kunststoffverbrauch kontinuierlich an. Laut Expertenschätzungen sollen sie sich in den nächsten zehn Jahren sogar verdoppeln. Prognosen nach könnten so in weniger als 10 Jahren bis zu 250 Millionen Tonnen Ocean Plastic im Meer schwimmen. Gerade dem Einweg-Plastik sagt das Europäische Parlament daher den Kampf an: Ab 2021 sind Plastikabfälle wie Wasserflaschen, Strohhalme und Plastikbecher europaweit verboten. Zugleich soll sichergestellt werden, dass 90% der genutzten Einweg-Wasserflaschen recycelt werden – diese machen aktuell etwa 70% der Meeresabfälle aus.

 

Abbaubarkeit-Ocean-Plastic

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