Why less really is more

“Die Dinge, die du besitzt werden letztendlich dich besitzen”, so Tyler Durden alias Brad Pitt in „Fight Club“. Und von diesen Dingen besitzen wir gar nicht mal so wenige: im Schnitt sogar bis zu 10.000 Stück. Doch häufig besitzen wir mehr, als wir tatsächlich benötigen. „Konsumismus“ nennen Experten diese Lebenshaltung, die das Bedürfnis nach neuen Konsumgütern stets befriedigt. Er macht uns „reich“ an Besitz. Doch wie glücklich macht uns Besitz wirklich? 

 

100 vs. 10.000 things

Dem Minimalisten reichen bereits bis zu 100 Dinge im Leben. Laut Duden ist Minimalismus die „bewusste Beschränkung auf ein Minimum, auf das Nötigste“. Das einfache Leben ist aber längst keine Erfindung der Neuzeit, sondern die Basis menschlicher Geschichte, Religionen und Philosophien. Seit einigen Jahren hält es nun erneut Einzug in unsere Wohn-, Schlaf- und Arbeitsräume und verändert den Blickwinkel auf die Dinge, die wir besitzen.

Minimalismus hat viele Facetten: Von Sharing Economy, Kreislaufwirtschaft und Entrümpelung, zu Kleinsthäusern wie „Tiny Houses“ oder plastikfreien Unverpackt-Läden. Selbst im Badezimmer hält er mit „Zero Waste“-Produkten Einzug – Produkte, die neben Müll auch Wasser und Ressourcen einsparen. So gibt es längst für jeden Lebensbereich den passenden Minimalismus-Trend. Laut Studien macht das bewusste Loslassen und Beschränken sogar glücklicher, da es Komplexität und Stress reduziert und so mehr Raum für Erlebnisse, Ideen oder Beziehungen schafft. Und trotzdem steckt hinter dem Phänomen mehr als die persönliche Seelenpflege. Denn die Produktion von Vielem, benötigt auch viele Ressourcen wie Energie, Rohstoffe oder menschliche Arbeitskraft. Minimalisten betreiben ihren Lebensstil also längst nicht nur zum Selbstzweck, sondern auch aus ethischen und ökologischen Motiven. 

 

The freedom to do anything

2008 wurde der Blogger Dave Bruno zum Minimalismus-Vorreiter, nachdem er seinen Hausrat schlagartig auf 100 Dinge reduzierte. Sein Ziel dem Konsumterror ein Ende zu setzen und freier und glücklicher zu werden, hat er erreicht und zugleich ein öffentliches Beispiel gesetzt, wie stark Reduktion und Glück miteinander verbunden sind - und wie viel mehr weniger tatsächlich sein kann. Oder, um es mit den Worten von Tyler Durden zu sagen: „Erst nachdem wir alles verloren haben, sind wir frei alles zu tun.“

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